Kälte und Wind trocknen die Lippen aus. Auch trockene Luft und häufiges Lippenlecken tragen dazu bei. Tragen Sie mehrmals täglich und vor dem Schlafengehen einen Balsam, den Sie gut vertragen auf. Bei Rissen hilft eine reichhaltige Salbe mit Petrolatum, auch Vaseline genannt.
Lippenstift und Lippenpflege können die Haut reizen oder eine Reaktion auf einen Inhaltsstoff auslösen. Lassen Sie das Produkt weg, wenn Brennen, Jucken oder anhaltende Rötungen auftreten. Sonnenschutz und Schutz vor rauem Wetter beugen weiterer Belastung vor.
Lippen täglich pflegen
Tragen Sie den Balsam regelmäßig auf, bevor die Lippen stark spannen. Bei sehr trockenen oder rissigen Stellen hält eine dicke Salbe Feuchtigkeit länger zurück als ein leichtes Öl oder Wachs. Wenn Sie ein Produkt nicht gut vertragen, setzen Sie es ab und probieren Sie eine schlichtere Pflege.
Lippenlecken befeuchtet die Haut nur kurz. Der Speichel verdunstet, und die Lippen trocknen erneut aus. Auch Beißen und das Abziehen loser Hautschüppchen reizen die Lippen und können die Heilung verzögern. Halten Sie einen verträglichen Balsam griffbereit, damit Sie stattdessen nachcremen können.
Ausreichend zu trinken hilft, einen Flüssigkeitsmangel zu vermeiden. Wer bereits genug Flüssigkeit aufnimmt, behandelt trockene Lippen mit zusätzlichem Trinken nicht zuverlässig.
Make-up bei gereizten Lippen
Lippenstift, Lipgloss, Lippenpflege und Sonnenschutz können bei einzelnen Menschen eine Reizung oder allergische Kontaktreaktion auslösen. Hinweise darauf sind etwa anhaltendes Jucken, Brennen, Rötung oder Schuppenbildung. Lassen Sie verdächtige Produkte zunächst weg. Wenn sich die Haut beruhigt, verwenden Sie die Produkte wieder einzeln, damit ein möglicher Auslöser leichter erkennbar wird.
Während die Lippen gereizt oder rissig sind, ist eine möglichst schlichte, unparfümierte Pflege sinnvoll. Duft- und Aromastoffe, Menthol, Kampfer und Zimt können problematisch sein, lösen aber nicht bei allen Menschen Beschwerden aus. Produkte, die die Lippen voller wirken lassen (Lip-Plumper), reizen die Lippen gezielt. Sie enthalten etwa Zimt oder Cayennepfeffer und sind bei empfindlicher oder verletzter Haut keine gute Wahl. Brennt oder sticht ein Produkt, verwenden Sie es nicht weiter.
Für matte Lippenstifte gibt es keinen pauschalen Grund, sie als austrocknend einzustufen. Entscheidend ist, wie Sie das konkrete Produkt vertragen. Bei Beschwerden lassen Sie es weg, statt die Reizung mit zusätzlicher Pflege zu überdecken.
Schutz vor Wetter und Sonne
Kälte, Wind und trockene Luft belasten die Lippen. Ein Schal oder Tuch schirmt sie draußen ab. Wenn die Raumluft trocken ist, kann ein Luftbefeuchter helfen, besonders bei nächtlicher Mundatmung.
Auch im Freien brauchen die Lippen Sonnenschutz. Wählen Sie einen Lippenpflegestift mit Lichtschutzfaktor 30 oder höher und tragen Sie ihn draußen alle zwei Stunden erneut auf. Zinkoxid oder Titandioxid sind mögliche UV-Schutzwirkstoffe. Wischen, Essen und Trinken tragen den Schutz zusätzlich ab, deshalb lohnt sich das erneute Auftragen auch nach solchen Gelegenheiten.
Hausmittel bei trockenen Lippen
Petrolatum, etwa Vaseline, ist eine einfache Option, um die Lippen zu schützen. Bienenwachs kommt ebenfalls in Lippenpflege vor, kann bei einzelnen Personen aber eine Kontaktreaktion auslösen. „Natürlich“ bedeutet daher nicht automatisch, dass ein Mittel reizarm ist. Setzen Sie ein Produkt ab, wenn sich die Lippen damit verschlechtern.
Es gibt keinen verlässlichen Beleg dafür, dass Honig, Zuckerpeelings, Kokosöl oder andere Küchenrezepte spröden Lippen besonders helfen. Verzichten Sie auf Peelings, bei denen Sie die Lippen durch Reiben abschrubben, wenn sie rissig oder entzündet sind. Ziehen Sie Schüppchen nicht ab, sondern lassen Sie sie von selbst lösen und halten Sie die Haut mit einer verträglichen Salbe geschmeidig.
Wann trockene Lippen ärztlich abklären lassen
Wenn sich die Beschwerden trotz Pflege nach zwei bis drei Wochen nicht deutlich bessern, lassen Sie die Lippen ärztlich abklären. Wiederkehrende Beschwerden, ein anhaltender Ausschlag um den Mund oder Stellen, die nicht abheilen, können andere Ursachen haben als Wettertrockenheit. Bei wiederholten Reaktionen auf Lippenprodukte kann eine dermatologische Untersuchung helfen, den Auslöser zu finden.
Heiße, schmerzhafte und geschwollene Lippen sollten zeitnah medizinisch beurteilt werden, weil solche Beschwerden auf eine Infektion hindeuten können.